Joëlle Droux, Elphège Gobet, Béatrice Haenggeli-Jenni, Rita Hofstetter, Frédéric Mole

L’Institut Rousseau. Les archives du siècle de l’enfant

Übersetzter Titel: Das Institut Rousseau: Die Archive des Jahrhunderts des Kindes

Das Institut Rousseau zur Erziehungswissenschaft, das 1912 in Genf eröffnet wurde, bezweckt die Erforschung der kindlichen Entwicklung, insbesondere das Funktionieren der kindlichen Intelligenz und die Organisation kindlichen Wissens, um dadurch zu einer Verbesserung von Erziehungspraxis und Erziehungssystemen beizutragen. Das Institut bringt verschiedene Disziplinen zusammen für ein Ziel, das gleichzeitig akademischer und enzyklopädischer Natur ist. Seine Promotoren haben ein beträchtliches archivalisches Erbe akkumuliert, indem sie das Institut als Forschungs-, Informations- und Dokumentationszentrum ausrichteten, worin sich alles Wissenswerte zur Kindheit findet. Vielfältige Austauschbeziehungen zwischen den AkteurInnen des Instituts (Forschende und Lehrende) und internationalen Netzwerken zeugen von der vitalen Wissens- und Diskurszirkulation, die der Entstehung von Praktiken und Wissensbeständen in den Domänen Erziehung und Kindesschutz vorangingen. Der Heftbeitrag veranschaulicht die Reichhaltigkeit dieses Austausches und der Archive, die ihn dokumentieren, mittels zweier Anliegen, die für das Institut Rousseau prägend waren: nämlich die Verbreitung von Kinderschutzdispositiven und die Förderung der sogenannten Neuen Erziehung.

Erschienen in: traverse, 2013/2, S. 9.

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