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Schwerpunkte

Neuestes Heft

Cover der Ausgabe 2017/2

traverse 2017/2

Lebensalter

Die Entwicklungspsychologie hat sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert als eigener Wissenschaftszweig herausgebildet, der sich mit den Entwicklungsprozessen des menschlichen Lebens beschäftigt. Doch nicht nur für die Moderne findet sich eine intensive Beschäftigung mit den unterschiedlichen menschlichen Entwicklungsstufen: «Lebenstreppen» etwa waren in Kunst und Literatur der Frühen Neuzeit ein viel gewähltes Motiv. Die Beschreibung der Lebensalter hatte dabei stets eine normierende Wirkung: An den Konzeptionen zum Lebensalter liessen sich individuelle Lebensläufe messen und ausrichten. Das Heft fragt nach der «Herstellung» von Lebensaltern im Zusammenspiel von Diskursen, institutionellen Settings und sozialen Praktiken. Denn die Bedeutung von Lebensalter war (und ist) in höchstem Masse kontingent: Wie die verschiedenen Lebensalter voneinander abzugrenzen seien, war vielfältigen Aushandlungsprozessen unterworfen, ebenso wie die Frage, welches Lebensalter als das «glücklichste» oder «produktivste» zu gelten habe. Die Beiträge zeigen auf, wie in der Formation spezifischer Berufsfelder, in der Modernisierung von Strafprozessordnungen oder in diplomatischen Verhandlungen Konzepte von «Lebensalter» wirksam wurden und gehen der Wissensproduktion zum «Lebensalter» seit der Frühen Neuzeit bis ins ausgehende 20. Jahrhundert nach.

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traverse 2017/3

Alles wird teurer!

Erscheinungsdatum: Montag, 30. Oktober 2017

Alles wird teurer!

Das Themenheft von traverse zur Teuerung behandelt die kollektive, individuelle, allgemeine und schichtspezifische Wahrnehmung steigender Preise für Waren, des fallenden Werts des Gelds und sinkender Löhne. Phänomene der Teuerung zeigen sich offen oder verdeckt und
sie haben unterschiedliche Gründe: von Naturkatastrophen und Missernten über Kriege, fiskal‐ oder
konjunkturpolitische Massnahmen bis zu Güter‐ und Transportengpässen. Mit Teuerungsschüben sind meistens Veränderungen in der Einkommensverteilung, Preisspekulationen, Vermögensumschichtungen und die Entwertung von bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten wie Schulden oder Guthaben verbunden. All das macht die Teuerung stets zu einem sozialen Prozess, der oft auch erhebliche wirtschaftliche, soziale und politische Folgen zeitigt.
Der Band vereinigt Beiträge vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Die AutorInnen thematisieren mit wirtschafts‐, politik‐, sozial‐, alltags‐ und diskursgeschichtlichen Fragestellungen und Methoden die zeit- und ortspezifische Wahrnehmung von Teuerung sowie die politischen, juristischen und wirtschaftlichen Gegenmassnahmen und Bewältigungsversuche.

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