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Schwerpunkte

Neuestes Heft

Cover der Ausgabe 2017/1

traverse 2017/1

Verfassung, Staatsbürgerschaft und Schule

Neue Verfassungen führten im Zeitalter des Liberalismus oft zur Verabschiedung neuer Schulgesetze, welche die Schule «modernisierten», um neue Staatsbürgerinnen beziehungsweise Staatsbürger zu formen. Die Beiträge des Hefts gehen von diesem Phänomen aus und untersuchen, wie sich in verschiedenen Regionen Vorstellungen über Verfassung, Gesellschaft und Staatsbürgerschaft entwickelten – in der Schweiz und im Ausland – und normativ auf Organisation und Curricula von Schulen auswirkten. Wie legitimierten oder gar verstärkten diese Vorstellungen Differenzierungen nach sozialem Stand, Geschlecht und Bildung? Durch die dichte Kontextualisierung, wie sie die amerikanische Curriculum History vorsieht, wird die Schulgeschichte zu einem integralen Bestandteil einer weiter gefassten Kulturgeschichte, in der auch die Nationalstaatenbildung situiert ist.

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Vorschau

traverse 2017/2

Lebensalter

Erscheinungsdatum: Montag, 31. Juli 2017

Die Entwicklungspsychologie hat sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert als eigener Wissenschaftszweig herausgebildet, der sich mit den Entwicklungsprozessen des menschlichen Lebens beschäftigt. Doch nicht nur für die Moderne findet sich eine intensive Beschäftigung mit den unterschiedlichen menschlichen Entwicklungsstufen: «Lebenstreppen» etwa waren in Kunst und Literatur der Frühen Neuzeit ein viel gewähltes Motiv.
Die Beschreibung der Lebensalter hatte dabei stets eine normierende Wirkung: An den Konzeptionen zum Lebensalter liessen sich individuelle Lebensläufe messen und ausrichten. Das Heft fragt nach der «Herstellung» von Lebensaltern im Zusammenspiel von Diskursen, institutionellen Settings und sozialen Praktiken. Denn die Bedeutung von Lebensalter war (und ist) in höchstem Masse kontingent: Wie die verschiedenen Lebensalter voneinander abzugrenzen seien, war vielfältigen Aushandlungsprozessen unterworfen, ebenso wie die Frage, welches Lebensalter als das «glücklichste» oder «produktivste» zu gelten habe. Die Beiträge zeigen auf, wie in der Formation spezifischer Berufsfelder, in der Modernisierung von Strafprozessordnungen oder in diplomatischen Verhandlungen Konzepte von «Lebensalter» wirksam wurden und gehen der Wissensproduktion zum «Lebensalter» seit der Frühen Neuzeit bis ins ausgehende 20. Jahrhundert nach.

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